Auf einen Link auf das Video will ich hier verzichten. Wer Youtube kennt, weiß, wie er es sich anschauen kann.
Der Nutzername "GegenBRD" klingt nicht unbedingt danach, dass er sich mit unserem Staat identifiziert. Wenn man sich das Video antut, erfährt man, dass die Konzentrationslager in Wirklichkeit Erholungsheime für die dort Untergebrachten waren, mit Kino und mit Bordell, für die Insassen natürlich.
Gleich am Anfang stellt er einen Zeugen gegen den Holocaust auf, und zwar den Juden Siegmund Weltlinger.
Siegmund Weltlinger, hat am 10. Januar 1968 im Amerika-Haus einen Vortrag gehalten. Auch er sagte, obwohl er Insasse eines Konzentrationslagers war:
"Bis zur Befreiung 1945 hatte ich nichts von Massenvernichtungslagernerfahren."
Ich weiß nicht, was Siegmund Weltlinger am 10. Januar 1968 im Amerika-Haus gesagt hat. Ich war nicht dabei. Aber schauen wir mal, was Wikipedia von Siegmund Weltlinger weiß:
Nach den Ausschreitungen des November 1938 wurde Weltlinger für zwei Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. Ab März 1939 bis Februar 1942 arbeitete er bei der Jüdischen Gemeinde Berlin und war für die Verwaltung und Erhebung der Auswanderungs-, Abwanderungs- und Theresienstadt-Heimeinkaufsabgaben verantwortlich, es gelang ihnen, beide Kinder noch vor Kriegsausbruch mit Kindertransporten nach England in Sicherheit zu bringen. 1943 tauchten Siegmund und Margarete Weltlinger vor der drohenden Deportation unter. Nichtjüdische Freunde, die Familie Möhring, versteckte das Ehepaar bis zum Kriegsende in ihrer Berliner Zweieinhalbzimmerwohnung...
Mit anderen Worten, Weltlinger war 1938 für zwei Monate im KZ Sachsenhausen und hat seit dieser Zeit bis Kriegsende kein KZ mehr von innen gesehen. In der Zeit des Krieges hatte er alle Kräfte darauf zu konzentrieren, sein Überleben im Untergrund zu sichern. Als Zeuge für die Vernichtung seiner Glaubensbrüder und -schwestern in den Vernichtungslagern kommt er also nicht in Frage.
Ein anderer genannter Zeuge, der Auschwitz kennengelernt hatte, ist Bernard Klieger, der nichts von Vernichtungen mitbekommen hatte, und der das KZ Auschwitz sogar als höchst human schilderte. Ich weiß nicht, welche Funktion er in diesem KZ hatte. Es hat auch unter den Lagerinsassen eine Hierarchie gegeben. Vielleicht war Bernard Klieger darin weit oben angesiedelt.
Außerdem macht der Kanalinhaber keine Unterschiede zwischen Konzentragslager und Vernichtungslager. Ein Konzentrationslager war zum Beispiel Auschwitz. Ganz in der Nähe befand sich Auschwitz-Birkenau. Das war ein Vernichtungslager, so wie Treblinka, Majdanek und Sobibor. Wer dort hineinkam, war für den Tod bestimmt. Und in den meisten Fällen wurde er noch nicht einmal registriert.
GegenBRD erwähnte als Beweis gegen die Gaskammern und den Leuchter-Report, der von dem amerikanischen Ingenieur von Hinrichtungsanlagen, Fred Leuchter, angefertigt worden ist.
Aber ist Leuchter wirklich Ingenieur? Wikipedia weiß über ihn
Leuchter wuchs in Massachusetts auf. 1964 schloss er ein Studium der Geisteswissenschaften mit dem bachelor of arts ab. Er gibt vor, sich einen Ruf als technischer und organisatorischer Experte für Hinrichtungsapparaturen erworben zu haben, indem er für Strafvollzugseinrichtungen in den USA elektrische Stühle, Vorrichtungen für die Letale Injektion und Gaskammern konstruiert und gewartet haben will, obwohl dies von den Gefängnissen dementiert wird. Obwohl er dazu keine fachliche Qualifikation und gesetzliche Berechtigung erworben hatte, verlieh er sich selbst den Titel Execution Engineer und versuchte zudem, ein Berufsbild als Execution Technician (Hinrichtungstechniker) zu formen.Weiter heißt es bei Wikipedia
1988 wurde gegen den Deutschen Ernst Zündel, der damals in Toronto, Kanada, lebte, wegen seiner holocaustleugnenden Aktivitäten Anklage erhoben. Im Rahmen seiner Verteidigung beauftragte er Fred Leuchter als Gutachter, der prüfen sollte, ob in den Gaskammern der NS-Vernichtungslager Menschen vergast wurden. Leuchter besichtigte die Lager Auschwitz-Birkenau und Majdanek und entnahm unerlaubt jeweils einige Proben von den Wänden der dortigen Gaskammern. In seinem Gutachten stellte er fest, es seien keine nennenswerten Rückstande des zur Vergasung eingesetzten Blausäuregases Zyklon B nachweisbar gewesen. Die Räumlichkeiten könnten daher nicht für Massenvergasungen gedient haben. Für die chemische Analyse berief sich Leuchter auf die Firma Alpha Analytical Laboratories, die über den Verwendungszweck der Analysen nicht informiert waren und deshalb eingereichte Proben mit einem Mörser zerkleinerten und auf Stoffkonzentrationen untersuchten, welche typischerweise bei jüngeren industriellen Chemie-Unfällen zu erwarten gewesen wären. Die Analysen verliefen negativ und Leuchter widersprach in seinem darauf bauenden Gutachten den allgemein als historisch gesichert geltenden Erkenntnissen derHolocaustforschung.Wie wir also deutlich sehen, ist das Leuchter-Gutachten oder auch Leuchter-Report nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben ist.
Der weitere Prozessverlauf stellte Leuchters fachliche Qualifikation, Methodik und Messergebnisse in mehrfacher Hinsicht in Frage:
- Seine Angabe, er sei als Bauingenieur qualifiziert, erwies sich als Falschaussage. Er musste einräumen, die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ zu Unrecht zu führen und so gut wie keine Fachkenntnisse in Physik, Chemie und Toxikologie zu besitzen.
- Er war nur insgesamt drei Tage lang im Konzentrationslager Auschwitz sowie einen Tag in Majdanek gewesen, ohne die jeweilige Leitung der Museumseinrichtungen zu informieren. Der tatsächliche Untersuchungszeitraum der Gaskammern war noch kürzer und gestattete keine umfassenden Untersuchungen zu chemischen Rückständen eines mehr als 40 Jahre zurückliegenden Gaseinsatzes.
Im Ergebnis wurde Ernst Zündel nach dem kanadischen False-News-Gesetz wegen „Verbreitung falscher Nachrichten“ verurteilt. Der vorsitzende Richter erklärte in seiner Urteilsbegründung sinngemäß:
- Methodik und anschließende Auswertung der von den Wänden der Gaskammern entnommenen „Proben“ blieben im Dunkeln, so dass die Schlussfolgerungen des Gutachtens als reine Behauptungen gewertet werden mussten.
In dem Gutachten wird die Meinung geäußert, dass es niemals Vergasungen oder Hinrichtungen dort gegeben habe. Meiner Meinung nach, und nach dem, was hier vorgetragen wurde, liegt es jenseits seiner [Leuchters] Befähigung, eine solche Meinung begründet vertreten zu können ... Es mangelt ihm an Kompetenz zu beurteilen, was an den besagten Orten durchgeführt werden konnte oder nicht, wie er in seinem Bericht pauschal behauptet.
Dann erwähnt der Sprecher Germar Rudolf, der immerhin Diplom-Chemiker ist. Er ist der wohl aktivste Holocaustleugner deutscher Sprache. Aber was ist von seinen Veröffentlichungen zu halten?
Germar Rudolf hat mehrere Bücher geschrieben, und andere haben sich in ihren Büchern auf ihn bezogen.
Und da fand ich doch eine interessante Sache:
Da hat ein Ernst Gauss ein Buch mit einem Beitrag von Manfred Köhler herausgegeben, der sich seinerseits in einer Fußnote artig bei Ernst Gauss für die Überlassung von Material bedankt, um ein paar Fußnoten später auf Germar Rudolf Bezug zu nehmen.
Es gibt noch weitere revisionistische Autoren, wie Jakob Sprenger, H. K. Westphal, Dipl.-Ingenieur Dr. W. Kretschmer, Dr. Ch. Konrad, Dr. Dr. R. Scholz, Michael Gärtner und Anton Mägerle.
Und all diese Namen sind, wenn man nachprüft, nichts anderes als Pseudonyme von Germar Rudolf.
Also, jemand, der auf sich selbst verweist und dort wieder auf sich und dann wieder auf sich, soll ein seriöser Autor sein, wenn es um den Holocaust geht?
GegenBRD hat noch weitere Kanäle bei youtube. Bis jetzt bin ich auf folgende gestoßen:
DerVolksFunk,
Volksfunk2011 und
zionistenfeind
In diesen Kanälen ist wesentlich mehr los. In diesen Kanälen sind zum Teil die gleichen Videos zu sehen. In seinen Videos bestreitet er den Holocaust, Adolf Hitler war für ihn ein ehrenwerter Mann, der stets den Frieden wollte.
Aber wie meinte Heinz Erhardt in einem seiner Gedichte zur jüngeren deutschen Vergangenheit?
Da hilft kein waschen und kein reiben, die Flecken bleiben

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